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Politik trifft Wirtschaft

Michael Thomann und Christoph Strässer

Unternehmer Michael Thomann eine Woche zu Gast bei Christoph Strässer MdB

Eine Woche den Berliner Politikbetrieb hautnah miterleben: Diese Chance nutzt Unternehmer und Wirtschaftsjunior Michael Thomann aus Münster im Büro des Bundestagsabgeordneten Christoph Strässer (SPD). Gemeinsam mit rund 200 anderen Wirtschaftsjunioren und Bundestagsabgeordneten nehmen beide am Projekt "Know-how-Transfer" der Wirtschaftsjunioren Deutschland teil. Ziel ist, einen direkten Kontakt zwischen Politikern und Unternehmern herzustellen und beiden einen Einblick in die Welt des anderen zu geben - 2011 schon zum 17. Mal. Eine Pointe dabei: Strässer und Thomann wohnen beide in Münsters Südviertel, sind damit im Grunde Nachbarn - lernten sich aber jetzt erst in Berlin kennen.

Eine Woche begleiten die Wirtschaftsjunioren ihre Abgeordneten, nehmen an Sitzungen teil und diskutieren in einem Begleitprogramm unter anderem mit den Fraktionsvorsitzenden. Im Gegenzug werden die Politiker eingeladen, sich die Unternehmen ihrer "Praktikanten" anzuschauen.

Aus Sicht der jungen Unternehmer steht die Woche im Zeichen des Themas Fachkräftemangel. "Es ist mein Kerngeschäft als Personalberater, für meine Kunden gute Mitarbeiter zu finden. Das wird zunehmend schwieriger. Umso wichtiger ist, dass die Politik Rahmenbedingungen schafft, die diese Aufgabe erleichtern", betont Michael Thomann, der sich für den Austausch eine Woche Auszeit aus seinem Job als Geschäftsführer der T&S Personalberatung in Münster nimmt. "Darüber hinaus beschäftigen mich als Personalberater auch Themen wie die von der SPD geforderte Frauenquote in Vorständen und Aufsichtsräten der großen deutschen Unternehmen", so Thomann.

Christoph Strässer freut sich über das Interesse aus der Wirtschaft. "Der Austausch zwischen Politik und Unternehmern ist wichtig", sagt Strässer. "Umso mehr freut es mich, wenn ein junger Unternehmer wie Michael Thomann sich auch für ein Thema wie die Menschenrechtssituation in Afrika interessiert. Das berührt den unternehmerischen Alltag ja kaum. Es ist schön, dass viele Unternehmer in Deutschland ihre Verantwortung für benachteiligte Länder erkennen. Schließlich profitieren gerade sie als Teil der weltweit zweitgrößten Exportnation vom internationalen Handel mit diesen Ländern", erläutert der Abgeordnete, der seit 2005 Sprecher der Arbeitsgruppe Menschenrechte und humanitäre Hilfe der SPD-Fraktion ist. Gerade erst hat er sich als Leiter der Bundestagsdelegation über die Menschenrechtsverantwortung multinationaler Unternehmen in Ruanda und im Kongo informiert. "Die Pflege der Kontakte und die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit diesen Ländern, ist praktische, gelebte Außenwirtschaftspolitik."